A

 

Art: Vultur gryphus
Englisch: Andean Condor
Französisch: Condor des Andes

Verbreitung
Die Heimat des Andenkondors ist die Kette der Kordillieren von Westvenezuela bis Feuerland und die Küste von Peru bis zur Südspitze. Außerdem lebt er auf den Inseln des Humboldstroms und an der Atlantikküste von Feuerland bis zur Mündung des Rio Negro. Ein inselartiges Vorkommen in den Sierras der Cordoba Provinz Argentinien und in den Santa Martha Mountains in Kolumbien zu verzeichnen.

 

Habitat
Er lebt vor allem in den Hochgebirgsregionen zwischen 3000 und 5000 m, über der Buschlandregion. An der Küste sucht der Kondor steile Klippen auf.

Lebensweise
Kondore sind als Einzelflieger, paarweise, aber auch in Gruppen unterwegs. In langen Suchflügen legen sie größere Entfernungen zurück. Dabei können Flughöhen von bis zu 7500 m erreicht werden! Die Vögel folgen aber auch größeren Herden, um das Fallwild sofort auffinden zu können.


Nahrung
Ausschließlich Aas von Rindern und anderen Großsäugern, aber auch von angeschwemmten Meeressäugern

Fortpflanzung
Das Gelege enthält 1-2 Eier, die im September und Oktober gelegt werden und in der Nordhemisphäre in den Frühlingsmonaten. Das Junge wird 6 Monate lang von den Eltern versorgt.

 

Bestandsentwicklung
In Ecuador leben noch ca. 60 Andenkondore, die Hälfte davon in Gefangenschaft. Der starke Rückgang dieses Greifvogels ist nicht etwa auf die Zerstörung der natürlichen Lebensräume zurückzuführen, sondern resultiert aus der Verringerung der Haciendaflächen. Große Rinderzuchtfarmen sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr touristischen Anlagen gewichen und somit mangelt es den Andenkondoren zunehmend an Nahrung.